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Passar Zollsoftware –
für grenzüberschreitenden Handel zwischen Deutschland und der Schweiz


Was ist das Zollsystem Passar?

„Passar“ ist das neue Warenververkehrs- / Zollsystem des Schweizer Zolls. Es handelt sich hierbei um ein sog. IT-Verfahren des Schweizer Zolls zur digitalen Zollanmeldung, wie sein Pendant ATLAS des deutschen Zolls. In der Regel haben Unternehmen, die Güter ins Ausland versenden, diese anzumelden. Mittlerweile erfolgt dies nicht mehr papiergestützt ,sondern eben ausschließlich digital, lediglich bei Ausfall dieser Systeme kann gegebenenfalls eine Anmeldung auch noch analog durchgeführt werden. In der Regel stellen die Zollbehörden in den jeweiligen Ländern ihre eigenen IT-Verfahren zur Verfügung, auch in den EU-Staaten gibt es hier aktuell in allen Mitgliedsstaaten unterschiedliche Systeme, in Deutschland wie zuvor erwähnt ATLAS. Zollanmeldungen können für ATLAS wie für Passar über ein eigenes Internetportal vorgenommen werden oder mit Software, die von privaten Anbietern entwickelt wird und per Datenschnittstelle mit den IT-Verfahren verbunden ist. Solche Software hat in der Regel einige Vorteile vor allem für Unternehmen mit hohen Versandaufkommen, insbesondere die Anbindung der Software an das jeweilige Warenwirtschaftssytem/ ERP ist hier zu nennen.

Umstellung von e-dec auf Passar

Die Umstellung vom bisherigen IT-Verfahren e-dec auf Passar erfolgt schrittweise. Seit März 2024 ist die Nutzung von Passar 1.0 parallel zu e-dec nutzbar. Ab 1.1.2026 ist die Ausfuhranmeldung in der Schweiz nur noch über Passar möglich.

Im Q2 2026 beginnt die Einführung von Passar 2.0 mit einer Pilot-Phase. Speziell beinhaltet diese Version die Einfuhrabwicklung, eine parallele Nutzung von e-dec hierzu ist bis 2027 möglich. Passar 3.0 umfasst letztlich dann die überwachten Verfahren wie aktive/ passive Veredlung, Zolllagerverfahren etc. und soll die vollständige Digitalisierung der Zollabwicklung abschließen.


Änderungen durch Passar 1.0

Passar soll ein vollkommen digitales Warenverkehrssystem sein. So soll Bürokratie abgebaut werden und die Warenbewegung über die Schweizer Grenzen und der damit verbundene Aufwand deutlich verringert werden. Der Transportprozess soll mit der Zollanmeldung enger verknüpft werden. In Deutschland ist es so, dass zum Bewegen von Waren über die EU-Grenze grundsätzlich eine Zollanmeldung notwendig ist. Damit jedoch der Beförderer, in der Regel eine Spedition, die Sendung zum Flughafen, Hafen oder der Landesgrenze transportieren darf. Müssen diese grundsätzlich inlands zusätzlich ein sogenanntes Versandverfahren nutzen, inklusive Anmeldung und ordnungsgemäßer Beendigung dieses Verfahrens. Dieses Verfahren läuft mehr oder weniger getrennt vom „Zollverfahren“.

In Passar wird nun die Zollanmeldung vorgenommen bspw. durch das Unternehmen selbst, die Sendung wird durch einen Spediteur an die Grenze transportiert, dieser referenziert das Transportmittel in der e-app. Am Grenzübergang erfolgt mit der App eine automatische Aktivierung der Zollanmeldung. Dann findet, die Risikoanalyse/Selektion durch den Zoll statt. Der Spediteur wie der Unternehmer erfährt das Ergebnis per Ampel-System, also, ob eine Kontrolle durch den Zoll stattfindet oder nicht und er im Anschluss die Grenze passieren kann. Die nötigen Vorgänge für den Grenzübertritt, werden somit digital abgewickelt es findet kein administrativer Halt an der Grenze mehr statt.

Außerdem ist bis zu beschriebener Aktivierung hier weiter eine Korrektur, einschließlich der Rückzug der Zollanmeldung möglich. Im Unterschied zum deutschen Verfahren, hier muss ein Widerruf der Zollanmeldung beantragt werden, dies zwar digital, aber eine selbständige Korrektur ist in der Praxis hier nicht möglich. Eine Neuanmeldung darf hier erst vorgenommen werden, sobald der Zoll den Widerruf bestätigt.

Weiter soll in Zukunft eine digitale Lösung für die Ausstellung von EUR1 geschaffen werden. Dies sind sogenannte Präferenznachweise im europäischen Wirtschaftsraum, bedeutet, mit diesen können Zollbegünstigungen genutzt werden. Hierzu war es bisher notwendig das Formular vom Zoll vor Ort beglaubigen zulassen, dies soll in Zukunft digital vonstattengehen.


Vorteile von Passar 1.0 – kurz & knapp:

  • Digital statt Papier: Voll digitalisierte Zoll- und Transportprozesse
  • Schneller Grenzübertritt: Automatische Freigabe per Ampelsystem, kein Halt mehr nötig
  • Flexibel & fehlerfrei: Zollanmeldung kann vor Aktivierung selbst korrigiert oder zurückgezogen werden
  • Alles in einem System: Einheitliche Plattform für Import, Export und Transit
  • Echtzeit-Transparenz: Statusmeldungen direkt an Spediteur und Unternehmen
  • Zukunftssicher: Digitale Präferenznachweise (EUR.1) geplant
  • Effizient & kostensparend: Weniger Aufwand, schnellere Abläufe, reduzierte Fehler


Zollanmeldung über Passar

Wie zuvor beschrieben ist ab dem 1.1.2026 die Ausfuhranmeldung zwingend über Passar vorzunehmen. Haben Unternehmen hier noch keine Umstellung vorgenommen von e-dec zu Passar sind zu diesem Zeitpunkt keine Ausfuhranmeldungen mehr möglich. Die Vornahme von Anmeldungen kann mit Registrierung im ePortal des BAZG vorgenommen werden. Hier handelt es sich um eine Internetanwendung, der Internetzollanmeldung des deutschen Zolls entsprechend. Für Unternehmen die häufiger Ausfuhranmeldungen tätigen müssen, ist dies jedoch wohl keine gangbare Lösung. Um Prozesse hinsichtlich Zollmanagements und Compliance effektiv zu halten, ist die Nutzung einer Zollsoftware nötig.

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Vorteile Zollsoftware Passar

Eine Zollsoftware bietet viele Vorteile, zum einen ist so beispielsweise eine Anbindung direkt an das jeweilige Warenwirtschaftssystem des Unternehmens möglich. So können im besten Fall Daten automatisiert per Schnittstelle an die Zollsoftware übertragen werden. Sendungsabschluss und Zollanmeldung gehen so Hand in Hand. Daten, welche bereits vorhanden sind, müssen im Rahmen des Kommissionierens also sammeln und auslagern, nicht noch einmal eingeben bzw. kopiert werden, um diese auf eine weitere Software zu übertragen. So wird die Fehleranfälligkeit durch manuelles Eingreifen minimiert. Außerdem liegt auf der Hand, dass so Zeit gespart werden kann und hierdurch Ressourcen gebündelt werden können.

Ein weiterer Vorteil bietet hier die Archivierung der entsprechenden Zoll- und Exportdokumente, die für Zoll und Steuerprüfungen von Bedeutung sind. Wickeln beispielsweise Speditionen als Dienstleistung die Zollanmeldung ab, sind diese wichtigen Dokumente im Bedarfsfall nicht immer unmittelbar vorhanden. So kann Zeit und Mühe gespart werden, die oft nötig ist um an diese Papiere zu gelangen. Unternehmen behalten dabei im Rahmen der (Zoll-)Compliance stetig die Kontrolle und können stets den Anforderungen an sie gerecht werden. Indem im gesamten Ausfuhrprozess sichergestellt werden kann, dass Daten richtig sind bzw. Zollanmeldungen korrekt durchgeführt worden sind.


Diese und weitere Vorteile im Überblick:

Integration ins Warenwirtschaftssystem (ERP)

  • Direkte Anbindung an das ERP-System ermöglicht die automatisierte Übertragung relevanter Daten (z. B. Artikelstammdaten, Auftragsdaten).
  • Keine doppelte Datenerfassung nötig – bestehende Informationen aus der Kommissionierung und Lagerlogistik werden übernommen.
  • Minimierung manueller Eingriffe, wodurch Eingabefehler vermieden und die Datenqualität erhöht werden.

Effizientere Prozessgestaltung

  • Sendungsabschluss und Zollanmeldung können in einem durchgängigen Prozess erfolgen.
  • Zeitersparnis durch automatisierte Abläufe.
  • Ressourceneinsparung, da weniger Personalaufwand nötig ist.


Digitale Archivierung und Revisionssicherheit

  • Relevante Export- und Zolldokumente werden automatisch archiviert.
  • Schneller Zugriff bei Zoll- oder Steuerprüfungen – kein aufwendiges Nachfordern von Spediteuren oder Dritten nötig.
  • Zoll-Compliance wird durch dokumentierte und nachvollziehbare Abläufe sichergestellt


Weitere Vorteile:

  • Automatisierte Plausibilitätsprüfungen: Reduzieren das Risiko von fehlerhaften oder unvollständigen Zollanmeldungen.
  • Updates und rechtliche Anpassungen: Die Software wird regelmäßig aktualisiert und entspricht stets den aktuellen gesetzlichen Anforderungen.
  • BenutzerfreunDiese und weitere Vorteile im Überblick:dliche Oberfläche: Erleichtert die Einarbeitung und Bedienung durch verschiedene Fachabteilungen.
  • Anbindung an Logistikdienstleister: Direkte Kommunikation mit Speditionen, Zollbehörden und anderen Beteiligten über digitale Schnittstellen.
  • Kostenkontrolle und Transparenz: Durch standardisierte Workflows und Dokumentation der Abläufe.


Zollsoftware grenzüberschreitenden Transport: Deutschland -Schweiz

Hinsichtlich des grenzübergreifenden Handels zwischen Deutschland und der Schweiz, kann es enorm von Vorteil sein, wenn eine solche Zollsoftware Anbindung zum deutschen ATLAS und dem schweizerischen Passar besitzt. Beispielsweise, wenn Unternehmen über Niederlassungen in beiden Ländern verfügen. Die Zollabwicklung kann hier Länderübergreifend in der Unternehmensstruktur verbleiben. Auch hier lassen sich Prozesse zur Bewegung von Waren zwischen Niederlassungen in den beiden Staaten sicherer, schneller und effizienter gestalten. Dies gilt natürlich auch in anderen Konstellationen, bspw. kann die Zollabwicklung für Kunden in der Schweiz als Service auch entsprechend genutzt werden. Oder auch kann eine Sendungsaufteilung in der Schweiz ordnungsgemäß selbst durchgeführt werden. Eine Sammelsendung wird in die Schweiz verbracht dort importiert und nun aufgeteilt zum Beispiel durch einen Logistikpartner um dann zu unterschiedlichen Schweizer Kunden weitertransportiert zu werden. Hier sind verschiedenste Konstellationen denkbar für die es von Vorteil ist die grenzüberschreitende Abwicklung mit einer Software vornehmen zu können.



Grenzüberschreitende Zollabwicklung Deutschland–Schweiz mit CLS-Zollsoftware

  • Anbindung an ATLAS (Deutschland) und Passar (Schweiz) ermöglicht eine durchgehende Zollbearbeitung.
  • Besonders vorteilhaft für Unternehmen mit Niederlassungen in beiden Ländern.
  • Effiziente Steuerung grenzüberschreitender Warenflüsse innerhalb der Unternehmensgruppe oder darüber hinaus.
  • Vereinfachte interne Prozesse für Export, Import und Versandlogistik.

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